Q-loud IoT Blog

Dr. Myriam Jahn, Digitale transformation, Mittelstand, Industrie 4.0

"Warum es auch ausreicht, „nur“ Produkte zu digitalisieren" in Xing Klartext

Die Digitale Transformation betrifft die mittelständischen Unternehmen aller Branchen. Aber wie steht es um die Digitalisierung? Fragt man die zahlreichen IoT-Evangelisten, geht der Wandel viel zu schleppend vor sich. Doch ist die 180-Grad Wende tatsächlich immer die beste Strategie? Haben die mittelständischen Entscheider recht, wenn Sie für sich in Anspruch nehmen, in kleinen Schritten in die digitale Zukunft zu gehen? Welche Rolle spielen die großen Player und Softwarekonzerne? Mit diesen und anderen Fragen setzt sich der Beitrag von Q-loud CEO Myriam Jahn im "Xing Klartext" auseinander.

Mittelständische Unternehmen sind das Rückrat der deutschen Wirtschaft. Es ist entscheidend, dass sie nicht vom Digitalen Wandel überholt werden. Dennoch muss man die ehrliche Frage stellen: Warum sollte ein mittelständischer Geschäftsführer angesichts eines existenziellen Risikos freudig zum digitalen Pionier werden? Beispielhaft ist der mittelständische Maschinenbau in Deutschland. Hier wird die Notwendigkeit des Wandels kaum realisiert. Die Unternehmen werden dann reagieren, wenn die Geschäftszahlen sie dazu zwingen oder sie Chancen für einen digitalisierten Businesscase sehen. Die Zurückhaltung ist verständlich. Denn seit den 90ern zeichnen IoT-Evangelisten disruptive "As-a-Service-Modelle“ im Maschinenbau in den Himmel. Die Erfolgsgeschichten sind allerdings rar.

Durchaus bremsen unzureichenden Voraussetzungen wie zu geringe Investitionsmöglichkeiten oder fehlendes IT-Know-How in den Unternehmen den Digitalen Wandel. 180-Grad Wenden in der Digitalen Transformation lassen sich damit nicht vollführen.

Dabei ist es längst nicht zu spät. Gerade jetzt, in der zweiten Phase der Digitalisierung, schlägt die Stunde der Mittelständler. Es ist nun an der Zeit Investitionsgüter wie Maschinen und Fahrzeuge zu digitalisieren. Die Produktionsprozesse werden dann folgen. Der Vorteil: Die Investitionen sind kontrollierbar und können nach und nach mit jedem erfolgreich vernetzten Produkt erweitert werden.

Das gilt neben dem Produkt selbst auch für die IT-Basis, die ebenfalls "mitwachsen" muss. Allerdings müssen hier die internationalen IT-Konzerne auf die Investitionsgüterhersteller zugehen. Ein einfaches "Gebt uns die Daten, wir kümmern uns um den Rest" ist nicht ausreichend. Im Gegenzug muss der Mittelstand mit seinen realen Produkten und Produktionen auf die IT-Welt zugehen und sich nicht verschließen.

Zusammengefasst gilt: Der Mittelstand schläft keinesfalls und mittelständische Entscheider haben ein sehr differenziertes Bild auf Chancen und Risiken im Internet of Things. Das wird auch in der IDG Studie Internet of Things 2019 sehr deutlich.  Es gibt keine Notwendigkeit, bestehende Geschäftsmodelle aus Selbstzweck auf den Kopf zu stellen. Besser ist es, Produktpaletten schrittweise zu digitalisieren. Gerade dieses bedachte Handeln der Hidden Champions wird dem Erfolg einer nachhaltigen Transformation mehr zugute kommen, als disruptive Schreckensszenarien oder aufgeregter Start-Up-Aktionismus.

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Simon Rusch

Simon Rusch

Simon Rusch ist seit 2013 bei Q-loud und Spezialist für Themen rund um Digitale Wertschöpfung im Internet der Dinge und die praktische Umsetzung von IoT-Lösungen für Industrie, Gebäudetechnik und Energy Management.

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