Presse

Internet of things, IoT Eco System

Energiemanagement via IoT-Eco-System in Industry-of-Things 05/2018

Gesucht: Partner mit Netzwerk

Ein effizientes Energiemanagement gewinnt in der Industrie und im Gewerbe zunehmend an Bedeutung. „Retrofit“ ist dabei für viele Unternehmen der Lösungsweg der Stunde. Doch hierfür bedarf es der richtigen Partner – angebunden an ein gutes Netzwerk.

Nicht die Digitalisierung industrieller Abläufe – es ist die Vernetzung von Gegenständen und Infrastrukturen, welche den Megatrend der Gegenwart bestimmt und neue Marktpotenziale schafft. In der Energiewirtschaft ermöglicht sie eine nie dagewesene Transparenz – und zwar in Echtzeit. Das hierdurch mögliche, neue Verständnis über alle Betriebs- und Verbrauchsdaten legt den Grundstein für ein effizientes Energiemanagement, das gerade in Industrie und Gewerbe zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dies gilt nicht zuletzt vor dem Hintergrund der in Kraft getretenen Verschärfungen der ISO50001-Norm. Für die Unternehmen geht es hier sowohl um die Optimierung der Energiekosten als auch um die Sicherung einer Befreiung von der EEG-Umlage und den damit einhergehenden Vorteilen.

Von der Energiewirtschaft selbst können die Unternehmen bislang lediglich die Einführung der Smart Meter – der intelligenten Stromzähler – erwarten. Die Umsetzung wird jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen und lässt alle anderen Energieformen außer Acht. In praxi ist daher von Betrieben vor allem Eigeninitiative gefragt. Hier müssen zunächst Bestandssysteme unterschiedlicher Bauart und Funktion wie Strom, Gas, Wasser und Wärme zu einem vernetzten System zusammengeführt werden – mit Hilfe geeigneter Partner.

Retrofit: Aufrüsten des Bestands

Die Aufgabe der Stunde lautet Lösungen zu finden, deren Einführung ohne großen Aufwand möglich ist und welche eine effiziente, automatisierte Verbrauchsmessung – unabhängig der Verbrauchsart - unterstützen. Fakt ist jedoch: Die aktuell verbaute Basis aus Zählern für unterschiedliche Verbräuche von verschiedenen Herstellern ist üblicherweise relativ alt, der Austausch ist mit hohem Aufwand verbunden und fast jedes Installationsszenario individuell. Oftmals bedarf es beispielsweise der Überbrückung von Strecken zwischen den Zählern per Funk oder Verkabelung, einer Beachtung der besonderen Anforderungen an Batterielaufzeiten sowie von speziellen Rahmenbedingungen in Bezug auf Temperatur, Staub oder Explosionsschutz. Vorhandene Messinfrastrukturen, etwa durch eine Vernetzung der Zähler über M-Bus, sind selten effizient und in der Regel ohne Überwachungs- und Alarmierungsfunktionen. Notwendige Systemänderungen und Erweiterungen bedeuten aber nicht nur Aufwand, sie stellen in aller Regel auch eine typische Fehlerquelle dar.

Ein „Retrofit“ – also das Hochrüsten der vorhandenen Basis – ist daher für viele Szenarien der wesentliche Ansatz für die Vernetzung. Hier können, etwa wie im Angebot der Q-loud, Adapter-Boxen oder EnergyCams zum Einsatz kommen, welche die gesammelten Daten an ein Gateway übertragen. Dieses wiederum sendet die Informationen via Mobilfunk an eine zentrale Datenbank. Durch die vernetzten Adapter und Sensoren lassen sich nun effizient Verbräuche erfassen. Die so geschaffene Datentransparenz dient als ideale Basis für darauf aufbauende Visualisierungen und Analytics – etwa zur Überwachung der Lastkurven von Heizungsanlagen oder zur automatischen Erfassung und Auswertung von Unregelmäßigkeiten via modernen Analyseverfahren wie „Machine Learning“.

Eco-System für das Energiemanagement: Investitionssicherheit

Genau hier greift das Eco-System eines Dienstleisters. Für ein rundes Lösungsangebot sollte dieser auf Partner mit Spezialwissen und Branchenkompetenz setzen und zwar in Bereichen wie die Visualisierung zur Darstellung von Energiedaten oder die Datenanalyse für die Berechnung von Prognose – etwa zur Vermeidung von Lastspitzen. Auch Partner für das kaufmännische Energiemanagement, deren Lösungen Prozesse wie das Energiecontrolling, die Erstellung von Energiebilanzen, das Verwalten von Kosten und Verbräuchen, die detaillierte Kosten- und Verbrauchsplanung, die Weiterverrechnung von Energiekosten, den Energieeinkauf sowie die Rechnungsprüfung unterstützen, sollten Teil des Eco-Systems sein.

Vernetzung total!

Was für Geräte und Sensoren gilt, lässt sich also auch auf Hersteller und Dienstleister übertragen: Erst durch deren Zusammenarbeit entsteht ein effizientes Gesamtsystem. Das gilt erst recht in Hinblick auf den enorm schnellen, technologischen Fortschritt. Durch ein IoT-Eco-System können mit überschaubarem Aufwand deutliche Mehrwerte gehoben und neue Chancen erschlossen werden. Achten Unternehmen auf der Suche nach geeigneten Lösungspartner von Beginn an auf ein entsprechendes, angebundenes Netzwerk, haben Sie beste Chancen ein nachhaltiges, optimiertes Energiemanagement aufzubauen.

Praxisleitfaden_IoT_2017_Kapitel4

Praxisleitfaden Internet der Dinge

Neue Geschäftspotenziale mit Smart Services. Dieser Leitfaden bietet wertvolle praktische Hilfe für Unternehmer, die mit ihren Geschäftsmodellen die Chancen des Internet der Dinge nutzen möchten und müssen. Umfassende Beispiele und Use-Cases zeigen auf, wie Produkt- und Serviceinnovationen realistisch umgesetzt werden können.

Subscribe Here!

Bleiben Sie auf den Laufenden

Christian Pereira

Christian Pereira

Christian J. Pereira ist Geschäftsführer von Q-loud, einem der führenden Full-Stack IoT-Anbieter. Der studierte Maschinenbauer und Informationswissenschaftler (Dipl.-Ing., Dipl.-Inf.wiss.) verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Telekommunikationsindustrie. Er war Mitgründer eines Beratungsunternehmens für die Deutsche Telekom-Gruppe, wo er maßgeblich für das Wachstum von 2 auf 250 Mitarbeiter verantwortlich war, und eines Cloud-Unternehmens für die dtms AG, welches er später an die SDAX notierte D+S AG veräußerte. Zuletzt war Christian Pereira Mitgründer der neuland GmbH & Co. KG, einem auf die digitale Transformation spezialisierten Beratungsunternehmen.

Schreiben Sie einen Kommentar