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"IoT pusht Energieeffizienz" in BWK, Ausgabe 03/2017

DIGITALE VERNETZUNG ǀ Der Energiesektor ist in Bewegung. In Zeiten der Energiewende suchen immer mehr Marktteilnehmer neue Geschäftsfelder. Nie waren Gewerbe- und Privatkunden offener für Energieeffizienzanwendungen. Die Regulierung treibt neue Infrastrukturen (wie Smart Meter) voran, und die Sensibilität gegenüber dem Energieverbrauch wächst – nicht zuletzt durch die Vorgaben für ein systematisches Energiemanagement gemäß ISO 50001. Auf diesen fruchtbaren Nährboden trifft nun die Digitalisierung – genauer gesagt: die digitale Vernetzung durch das Internet der Dinge (IoT).

Die Fachzeitschrift BWK berichtete in Ausgabe 03/2017 über neue Geschäftsmodelle für EVU auf Basis des Internets der Dinge mit dem Artikel: "IoT pusht Energieeffizienz":

Was versteht man unter diesem Ansatz und warum besitzt er das Potenzial, den Sektor zu revolutionieren? IoT beschreibt eine Welt, in der vernetzte Geräte miteinander kommunizieren. Bis 2025 erwarten Analysten weltweit 50 Mrd. vernetzte Geräte. Alles was vernetzbar ist, wird auch vernetzt werden! Der Energiesektor ist hiervon besonders betroffen, da IoT-Anwendungen in allen Bereichen möglich und extrem nützlich sind.

Erzeugung und Verbrauch in Echtzeit messen

Die alte Beziehung zwischen Versorger und Verbraucher weicht immer mehr auf. Erneuerbare Energien machen es dem Verbraucher möglich, selbst Stromproduzent zu werden. Folglich wird es zunehmend schwer, das Gleichgewicht von Stromproduktion und -abnahme bzw. -verbrauch aufrechtzuerhalten. Anders als bisher kann die Stromproduktion nicht mehr dem Verbrauch angepasst werden. Schon heute beträgt die Erzeugung durch regenerative Energie in Norddeutschland bis zu 160 % des Verbrauchs. Zum Erhalt der Versorgungssicherheit wird es entscheidend, Stromerzeugung und -verbrauch in Echtzeit zu messen und bei Bedarf regelnd in den Netzbetreib einzugreifen – Stichwort Smart Grids.

Heizungshersteller andererseits erkennen, dass die Leistungssteigerung einzelner Systeme an Grenzen stößt. Konnte Ingenieurskunst früher den Wirkungsgrad kontinuierlich spürbar steigern, müssen heute vergleichsweise kleine Fortschritte bei der Energieausbeute mit hohem Forschungs- und Entwicklungsaufwand erkauft werden. Signifikante Steigerungen sind allerdings durch Optimierung von Gesamtsystemen zu erzielen, also zum Beispiel durch das Zusammenspiel von Heizungstherme, Solaranlage, Wärmepumpe, Energiespeicher und ggf. einem Elektrofahrzeug. Auch hierfür benötigt man Daten aus den einzelnen Systemen, die für eine Optimierung genutzt werden können.

Interesse der Verbraucher an Transparenz wächst

Die Verbraucher, ob Privat- oder Gewerbekunden, legen zunehmend Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Energie. Wegen der Kosten der „zweiten Miete“ für Gas, Wasser und Strom wird das Interesse der Verbraucher daran in nächster Zeit weiter wachsen.

Eine notwendige Basis für Energiemanagementlösungen ist Transparenz. Hierfür werden Verbrauchszähler über alle Energiearten hinweg vernetzt. Dadurch können Verbräuche in Echtzeit erfasst und analysiert werden, so dass bei Fehlentwicklungen ein schnelles Eingreifen möglich ist.

Am Beispiel der Überwachung von Allgemeinstrom – Dauerstreitpunkt zwischen Vermieter und Mieter – wird deutlich, wie mit einfachen Maßnahmen Verbräuche transparenter gestaltet und optimiert werden können. Aber auch typische Probleme wie eine Heizung, die sich über viele Monate im Wartungsmodus befindet, können im vernetzten System fix erkannt und behoben werden. Nicht zuletzt benötigen die speziellen Tools der DIN-50001-Betreuung verlässliche Daten, die heute oft in Echtzeit gesammelt und in Analyse- und Visualisierungssysteme gespeist werden.

Die Wohnungswirtschaft agierte früher oft mit einem Hausmeister vor Ort. Hier bietet das IoT die Chance, die Zustände der Anlagen zu überwachen und bei Bedarf steuernd einzugreifen. Bei einfachen Aufgaben wie der Ablesung beim Mieterwechsel per Fernablesung lassen sich zudem kostenintensive Anfahrten einsparen und umständliche Prozesse verkürzen.

Autonom energiesparende Gebäude und Wohnungen

Auch darf man gespannt sein, wie lange die Platzhirsche der Heizkostenverteil- und -abrechnung noch weitgehend ungestört agieren können. Die Angriffe branchenfremder Wettbewerber im Smart-Home-Sektor zeigen, dass ein „Weiter so!“ auf Dauer nicht funktionieren wird. Im Bereich energienaher Dienste entstehen neue Anwendungen, Produkte und Services, bei denen die Schaffung von Transparenz für den Anwender Priorität hat: Welche Energieverbraucher habe ich und wo besteht Einsparpotenzial? Integrierte Lösungen, bei denen die Heizung mit Tür-Fenster-Kontakten oder Bewegungsmeldern verknüpft sind, eröffnen die Option, dass sich Wohnraum oder Gebäude autonom energiesparend verhalten. Es entsteht eine spürbare Dynamik im Markt, da sowohl Start-ups wie beispielsweise Twingz Development GmbH, etablierte Hersteller wie Schüco International KG oder auch Stadtwerke stark investieren – die Grenzen zwischen Smart Home, Smart Building und Smart City verschwimmen.

Die Aufzählung könnte problemlos erweitert werden, doch schon diese Beispiele zeigen, dass es in nahezu allen Bereichen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten gibt und dass IoT das Potenzial besitzt, den gesamten Sektor zu verändern. Die Vielzahl von Kundenbedürfnissen, die bisher in einem lange stark regulierten Markt nicht adressiert werden, sind ideale Ansatzpunkte für Start-ups, branchenfremde Anbieter und natürlich auch für neue Betätigungsfelder der EVU.

Neue Produkte und Service auf Transparenzbasis

Der disruptive Wandel zeichnet sich dadurch aus, dass veränderte Kundenbedürfnisse mit neuen Produkten adressiert werden, auch wenn die neuen Lösungen noch nicht ausgereift sind. In diesem Zuge entstehen neue Servicekonzepte, die beispielsweise auf Energieverbrauchstransparenz basieren. So bietet sich Stadtwerken etwa die Möglichkeit, die bestehende Basis an Energiezählern zu vernetzen, kontinuierlich Daten zu sammeln, zentral zu speichern und zu verarbeiten. Dies geschieht bereits, aber (noch) nicht per Smart Meter, sondern über eine Kombination aus Adaptern für die gängigen Zählerstandards (Mbus, Modbus, RS485) bis hin zu Kameralösungen, die auf analoge Zähler geklebt werden, den Zählerstand fotografieren und nach einer OCR-Erkennung den Zählerstand digital übertragen.

IoT hält im Energiesektor Einzug – digitale Vernetzung wird Standard. Gerade die etablierten Player sollten sich aus der Defensive wagen, das heißt, das IoT-Potenzial detailliert analysieren und dynamisch voranschreiten. Denn die digitale Transformation ist unbarmherzig, wie die Beispiele aus Musik-, Medienindustrie oder Handel bereits gezeigt haben.

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Gerne erzählen wir Ihnen mehr über Energieeffizienz und wie Q-loud schon Stadtwerken, Energiedeinstleistern und der Wohnungswirtschaft helfen konnte. Kontaktieren Sie uns einfach.

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Christian Pereira

Christian Pereira

Christian J. Pereira ist Geschäftsführer von Q-loud, einem der führenden Full-Stack IoT-Anbieter. Der studierte Maschinenbauer und Informationswissenschaftler (Dipl.-Ing., Dipl.-Inf.wiss.) verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Telekommunikationsindustrie. Er war Mitgründer eines Beratungsunternehmens für die Deutsche Telekom-Gruppe, wo er maßgeblich für das Wachstum von 2 auf 250 Mitarbeiter verantwortlich war, und eines Cloud-Unternehmens für die dtms AG, welches er später an die SDAX notierte D+S AG veräußerte. Zuletzt war Christian Pereira Mitgründer der neuland GmbH & Co. KG, einem auf die digitale Transformation spezialisierten Beratungsunternehmen.

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